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KIRCHENCHOR BACHHEIM
Der Kirchenchor Bachheim darf sich als ältester Verein des Dorfes verstehen. Aus einer Rechnung des damaligen Hirschenwirts Mathä Scherer geht hervor, dass eine solche Vereinigung bereits 1818 bestand. „21ten May die Korsinger von hier verzehrt wein 3 Maß per 1 fl. 4Kr. thuts 3.12 fl. Brot 24 kr. Und 1 Maß Bier 12 kr“, heißt es in den Akten. Im Jahre 1816 war Bachheim zu einer eigenen Pfarrei erklärt worden. Die Entstehung des Kirchenchores steht damit in Verbindung. Weil durch einen eigenen Pfarrer regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden konnten, entstand natürlich eine entsprechende Nachfrage nach einer musikalischen Gestaltung dieser Gottesdienste. Bis vor wenigen Jahren übernahmen die Lehrkräfte des Dorfes auch die Chorleiter- und Organistenstelle. Als Ausnahme gab nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten der damalige Oberlehrer die Leitung des Chores ab und verbot sogar die Probenarbeit im Schulgebäude. Während jener Zeit übernahm Pfarrer Wilhelm Schuh den Chor, geprobt wurde in der Wohnstube des Chormitgliedes Josef Döschle. In großem Rahmen feierte die Chorgemeinschaft im Jahre 1994 unter Dirigentin Ursula Herbstritt dass 175 jährige Bestehen. In diesem Zusammenhang bekam der Chor als besondere Auszeichnungen sowohl die Palestrina-Medaille als auch die Zelter-Plakette. Heute besteht der Chor aus 27 Mitgliedern. Als Dirigentin fungiert Elisabeth Stöhr. Petra Kramer ist Vereinsvorsitzende. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind folgende: Helmut Schreiber-zweiter Vorsitzender, Anna Warneke- Schriftführerin, Günter Scherer - Kassier, Johanna Beha und Roswitha Kaiser - Beisitzerinnen und Notenwartinnen. Das Repertoire des Chores ist geistlich wie weltlich geprägt. Dem entspricht, dass der Chor mehrere Gottesdienste des Kirchenjahres musikalisch mitgestaltet, zugleich aber auch ansonsten im Dorfleben präsent ist. Probe ist jeweils am Freitagabend 20.00 Uhr im Pfarrsaal, neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen.
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Generalversammlung
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Kirchenmusik festigt neue Seelsorgeeinheit
Bachheim (sch) Das Stichwort von der "musikalischen Seelsorgeeinheit" prägte die Jahreshauptversammlung des Bachheimer Kirchenchores. Es war Chorleiterin Lisa Stöhr, die den Begriff einführte. So spielt die Kirchenmusik im Leben der Seelsorgeeinheit eine herausragende Rolle. Dies betonte auch Präses Pfarrer Eugen Dannenberger, der auf die Unverzichtbarkeit der Kirchenmusik für den Gottesdienst hinwies.
Zum anderen wurde mit diesem Wort auch deutlich, dass die Musik ein verbindendes Glied zwischen den einzelnen Pfarreien der Seelsorgeinheit darstellt. Dies unterstrich auch der Vorsitzende des Chores aus Unadingen, Georg Maier. Bei drei Gelegenheiten sangen die Chöre aus Unadingen und Bachheim gemeinsam: Am Pfingstsonntag in Unadingen, am Pfingstmontag im Festzelt anlässlich der Bachheimer Pfingstwandertage sowie bei der Firmung in Unadingen. Daneben ist es auch zur Tradition geworden, dass der Bachheimer Chor das Fridolinsfest in Reiselfingen musikalisch mitgestaltet. Schließlich gab es auch eine Kooperation mit dem Löffinger Kirchenchor. Anlass dazu gab die Primiz von Christof Scherer im vergangenen Mai.
Die Primizfeierlichkeiten stellten für den Chor die größte musikalische Herausforderung des vergangenen Jahres dar. Dies betonten sowohl Dirigentin Lisa Stöhr wie auch die Vorsitzende Petra Kramer. In der Primizmesse in St. Michael sangen die Bachheimer zusammen mit dem Löffinger Chor Teile aus der "Petite Messe solennelle" von Rossini, aber auch dem weltlichen Teil in der Drei-Schluchten-Halle und dem Abendlob in St. Peter und Paul gab der Kirchenchor ein musikalisches Gepräge.
Neben der Musik bildete der zweitägige Ausflug nach Rust einen weiteren Höhepunkt im Jahresverlauf, berichtete Schriftführerin Anna Warneke. Insgesamt hatten die Chormitglieder 46 Proben und 21 Auftritte zu bewältigen. Derzeit zählt der Verein 30 Sängerinnen und Sänger. Mit dem Tenor Werner Hasenfratz aus Göschweiler konnte ein neues Mitglied gewonnen werden. Neun Personen wurden für guten Probenbesuch ausgezeichnet. "Es konnten noch nie so viele Personen für guten Probenbesuch ausgezeichnet werden", freute sich die Vorsitzende Petra Kramer. Sie dankte dem Präses des Chores, Pfarrer Eugen Dannenberger, und ihren Vorstandskollegen für das gute Miteinander.
Für das kommende Jahr kündigte sie zwei musikalische Schwerpunkte an. Besonderes Augenmerk will man auf den Festgottesdienst am Ostermontag legen und am 25. Oktober wird es wieder ein weltliches Konzert in der Drei-Schluchten-Halle geben. Für beide Auftritte will man sich auf die Suche nach Gastsängern machen.
Bereits in der letzten Jahreshauptversammlung hatte Kassierer Günter Scherer angekündigt, bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen sein Amt zur Verfügung zu stellen. "30 Jahre lang sorgte Günter Scherer für einen ausgeglichenen Kassenstand", dankte Petra Kramer dem scheidenden Kassierer, der an diesem Abend aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Erwin Bausch, der an diesem Abend auch bereits den Kassenbericht vortrug. Ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Schriftführerin Anna Warneke und Notenwartin Johanna Beha.
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