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 | Narrenverein |
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Aus unserer Geschichte
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Der Narrenverein Bachheim
Der Narrenverein Bachheim ist ein eingetragener Verein. Er wurde 1958 gegründet. Nach der Gründung 1958 beherrschten zunächst die Wutachpiraten das Fasnachtsgeschehen. 1973 wurde die Zunft der Burgmüller und Burgmüllerinnen ins Leben gerufen. Das Burgmüllermotiv entstand aus einer Erzählung des Dichters Viktor von Scheffel, die vom Kampf an der Gauchachbrücke, zwischen dem Landvogt aus Allmendshofen und den Burgmüllern im Jahre 1188, erzählt. Der Narrenverein zählt derzeit 159 Mitglieder. Davon 61 aktive und 88 passive Mitglieder und 12 Ehrennarren. Zum Gesamtvorstand gehören 14 Personen. Es gibt 32 weibliche und 29 männliche Hästräger.
Der Kampf am Mühlesteg
Der Dichter Viktor von Scheffel schreibt in seinen Erzählungen „Juniperus“ von einem Kampf auf dem Mühlensteig bei der Burgmühle an der Gauchach. Kurz zusammengefaßt ereignete sich in der Fasnachtszeit des Jahres 1188 die folgende Begebenheit:
Der Junker Gottfried von Neuenhöwen, wollte sich am Ritter von der Neuenburg rächen und dessen Mühle in Brand stecken. Es ist Fasnachtszeit. Der Burgmüller und seine Knappen sind in Bachheim beim Äpfelauswerfen. Die heranschleichenden Angreifer werden aber frühzeitig von Holzfällern beobachtet. Als der Neuhöwener mit seinen Knechten den Mühlesteig betritt, sitzt dort einer mit weißem Narrengewand. Als er angegriffen wird, tippt er nur spöttisch an die Stirn und spielt auf seinem Horn die ersten Takte des Narrenmarsches.Sogleich stürmten vom Mühleweg und Burgweg ein Schwarm Narren heran, schüttelten die kreuzweise überhängten Riemen mit den Metallglocken, daß das Schellengetöse sogar das klirren der Waffen übertönt. Dazu singen sie den Spottvers:
*Willkomm’, Willkomm’ am Mühlenbach, ihr fremden Spieß und Stangen! Heini Narro ist auch schon da euch wacker zu empfangen!*
Nun entwickelte sich ein wüster Raufhandel. Immer wieder stürzt eine der Kämpfenden ins kalte Wasser der Gauchach, manch weißes Narrengewand färbte sich rot. –Als es Abend wird, muß Juniperus –so wird der Neuhöwener genannt- mit den vier Waffen knechten und flüchten. Die Mühlr haben sie nicht in Brand stecken können aber der Müller und ein Müllerknappe schwimmen erschlagen talabwärts, und viele der weißbekleideten Kämpfer sind verwundet.
Durch dieses vom Dichter geschilderte Ereignis hat der Narrenverein Bachheim die Zunft der Burgmüllerknappen ins Leben gerufen.
Seit 1973 knüpft der Narrenverein Bachheim an diese Erzählung an und konnte fast jährlich Neuaufnahmen verbuchen.
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Renovierung Narrenhisli
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Badische Zeitung vom Donnerstag, 19. August 2004
Der Bachheimer Treffpunkt wird kräftig aufgefrischt
Renovierungsarbeiten am "Narrehisli": Mitglieder des Narrenvereins engagieren sich stark und leisten über 300 Arbeitsstunden
In ehrenamtlichem Engagement renovierten die Mitglieder des Narrenvereins Bachheim das Dach des "Narrenhisli": mehr
LÖFFINGEN-BACHHEIM. (ks). In ehrenamtlicher Arbeit wurde das Dach des Bachheimer "Narrehisli" neu eindeckt. "Es hat zwar noch nicht hineingeregnet, aber dazu fehlte nicht mehr viel", informiert Elferrat und "Hisliwirt" Bernd Siebler. Die Maßnahmen stellen die erste große Renovierung seit der Einweihung des Hislis 1990 dar. 17 Personen beteiligten sich an den Arbeiten, die über 300 Arbeitsstunden absolvierten. Da das Gebäude eingerüstet ist, will man die Gelegenheit nutzen und dem Hisli auch einen neuen Außenanstrich geben.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1934 und wurde als Rahmstation errichtet. Damals traten fast alle Bachheimer Landwirte der "Landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft" des Dorfes bei, die im Februar dieses Jahres die Milchvermarktung übernommen hatte. Im Laufe der Jahrzehnte musste die Station immer wieder an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden. 1955 wurde aus der Rahmstation eine Milchsammelstelle, dann ging es zurück zu einer Rahmstation. 1970 stand wiederum die Anpassung zu einer Vollmilchsammelstelle an.
1982 erfolgte die Aufhebung, was einen bedeutenden Einschnitt in das Dorfleben bedeutete: Neben der wirtschaftlichen Veränderung ging auch ein alltäglicher Treffpunkt der Dorfgemeinschaft verloren. Dann übernahm der Narrenverein das Gebäude der ehemaligen Molkerei, damit wurde ein Stück traditioneller Bachheimer Bausubstanz gerettet. Nach sechsjähriger Umbauarbeit konnte das Hisli 1990 mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Seither dient es den Narren als Vereinslokal für Besprechungen und Sitzungen, als kleines Zentrum der Dorffasnet hat es sich längst etabliert. Im Dachgeschoss ist ein Teil der Kleiderkammer des Narrenvereins untergebracht. Wenn auch in veränderter Form, so ist mit der ehemaligen Molkerei und dem heutigen Narrehisli ein Treffpunkt der Bachheimer erhalten geblieben.
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