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Aus der Geschichte des Musikvereins Bachheim
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Zu allen Zeiten hatten Menschen das Bedürfnis ihrer Freude aber auch dem Schmerz durch Gesang und Musik Ausdruck zu verleihen. Wie aus alten Schriften durch Karla Scherer und Emil Ketterer herausgefunden, wurden 1635 schon die ersten Spielleute in Bachheim erwähnt. Laut Feuerversicherungsbuch besaßen 1868 Karl Grieshaber und Christian Kuttruff eine für 3fl. (ca.2.70 Euro) versicherte Klarinette. Wendelin Schlatter und Fredinand Siebler versicherten 1870 „ Musikalien“ wobei Johann Siebler den Wert der Instrumente mit 51fl. (ca. 46 Euro) angab. Diese damals erwähnten Musiker legten vermutlich den Keim zur Gründung des heutigen Musikvereins Bachheim. Am 26. Oktober 1886 gründeten folgende 11 Musiker eine Musikgesellschaft, welche aus heutiger Sicht dem Gründungsdatum des Musikvereins Bachheim zu Grunde gelegt wurde. Es waren dies: Ambros Kuttruff Violine Benedikt Müller Trompete Karl Grieshaber Klarinette Es Anton Fäßle Horn in B Heinrich Trescher Horn in B Anton Reichhart jun. Tenorhorn in B Josef Kuttruff Horn 2 in B Anton Kuttruff Trompete 2 in B Emil Döschle Klarinette 2 in Es Karl Kuttruff Bass in Es Johann Rosenstiehl Horn in B Bereits am 4. November 1886 gingen diese 11 Idealisten zur ersten Musikprobe nach Löffingen zum dortigen Dirigenten Mathias Siebold. Nach kurzer Lehrzeit übernahm Ambros Kuttruff den Dirigentenstab. Zum ersten Mal trat die Kapelle öffentlich auf, um 1889 ihren jung verstorbenen Musikkameraden Josef Kuttruff zu Grabe zu tragen. In den kommenden Jahren wurde die Kapelle immer wieder zu Feierlichkeiten der kirchlichen und politischen Gemeinde verpflichtet. So bezog sie für ihr Mitwirken am „Kaiserfest“ am 27. Januar 1898 sowie am Geburtstagsfest des Großherzogs von der Gemeinde die stolze Summe von 10 Mark. Bei der Gründungsversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr im April 1909 trat die bisherige Musikgesellschaft spontan dieser bei. Sie führte ab diesem Zeitpunkt die Bezeichnung „Feuerwehrkapelle Bachheim“. 1933 trat die Feuerwehrkapelle Bachheim dem „Südwestdeutschen Musikverband“ bei. Der damals amtierende Schriftführer Hermann Kuttruff nahm 1936 das 50 jährige Jubiläum der Feuerwehrkappelle zum Anlass eine Chronik zu verfassen, da sonst keine schriftlichen Unterlagen über den Werdegang der Musikgesellschaft bzw. Feuerwehrkapelle vorhanden waren. Unter anderem schrieb er in dieser: „Zum Geleit“ Anläßlich des 50 jährigen Bestehens der hiesigen Musikkapelle Bachheim wollen wir eine Chronik auflegen. Sie soll uns bekunden, wie sich eine Kapelle in allen Zeiten durchhalten kann. Sie soll auch alle ermahnen, daß nur durch Kameradschaft, Opfersinn und Humor eine Kapelle bestehen bleibt. Und so hoffen wir, daß die hiesige Musikkapelle mit Sang und Klang auf das Hundertjährige los marschieren kann. Zwei Jahre nach dem 50 jährigen Jubiläum 1938 hatte die Feuerwehrkapelle 12 Mitglieder. Im Jahre 1939 musste der Verein auf Grund eines Verbotes durch die politische Gemeinde aufgelöst werden, fand sich aber kurz nach den Kriegsjahren, in denen einige Musikkameraden das Leben lassen mussten, wieder zusammen. Im Jahre 1957 wurde die Feuerwehrkapelle Mitglied des damals neu gegründeten Blasmusikverbandes Hochschwarzwald. 1971 trennte man sich von der Feuerwehr und trug ab dort den Namen Musikverein Bachheim. Erstmals 1971/72 wurden auf Grund Personalmangels weibliche Musikerinnen in den Verein integriert, was zu einem erfreulichen Anstieg der Mitgliederzahlen führte. 1973 wurde dann mit Unterstützung der Gemeinde eine neue Uniform beschafft, welche mit einem Fest vom 8. bis 11. Juni1973 mit Uniformweihe gebührend gefeiert wurde. 1979 begann mit dem Besuch des 5 jährigen Jubiläums beim Musikverein Buchenberg / Hessen eine sehr enge Freundschaft die bis zum heutigen Tag Bestand hat. (www.mvbuchenberg.de) Im Jahre 1984 beantragten die Verantwortlichen des Musikvereins die Eintragung in das Vereinsregister, welche mit Erstellung einer Vereinssatzung und Geschäftsordnung vom Landratsamt zugestimmt wurde. Von diesem Zeitpunkt an trug der Musikverein den heutigen Namen MV Bachheim e.V. und wurde gleichzeitig als Gemeinnützig anerkannt. Im Jahre 1986 konnte der Musikverein sein 100 jähriges Jubiläum abhalten bei welchem ihm die „Pro Musica Plakette“, eine Auszeichnung des Bundespräsidenten, durch den heutigen Landrat Jochen Gläser überreicht wurde. Mit Unterstützung der Stadt Löffingen konnte im Jahre 1991 die heutige Uniform angeschafft werden, welche am Nudlefest eingeweiht wurde. Seit 1966 unterhält der Musikverein eine Laienspielgruppe welche jährlich zu Weihnacht ein Theaterstück aufführt. Durch erfolgreiche Jugendarbeit in den Jahren 1970 bis heute konnte der Musikverein seinen Mitgliederstand kontinuierlich steigern. So kann man Heute auf 52 aktive Musikerinnen und Musiker stolz sein. Diese teilen sich auf in 22 weibliche und 30 männliche Aktive. Der Altersdurchschnitt liegt derzeit bei 25 Jahren. Außerdem gehören ihm 4 Ehrenmitglieder an.
Dirigenten des Musikvereins
1886 – 1890 Ambros Kuttruff 1890 – 1900 Benedikt Müller 1900 – 1912 Anton Kuttruff 1912 – 1929 Josef Döschle 1929 – 1935 Alfred Döschle 1936 Wilhelm Kramer 1936 – 1939 Karl Feser 1946 – 1950 Josef Döschle 1950 – 1956 Franz Zepf Löffingen 1956 – 1964 Willi Wannot Unadingen 1964 – 1968 Wilhelm Thoma Unadingen 1968 – 1969 Arthur Grübel Löffingen 1969 Ewert Löffingen 1969 – 1996 Oskar Kramer 1996 – 2004 Daniel Frei 2004 – heute Oswald Hasenfratz Unadingen
1. Vorstände des Musikvereins
1932 – 1937 Emil Reichhart 1937 – 1956 Alfons Kuttruff 1956 – 1959 Remo Christellotti 1960 – 1962 Fritz Koßbiel 1962 – 1967 Otmar Kaltenbrunn 1968 – 1970 Josef Feser 1970 – 1991 Berthold Meister 1991 – heute Johann Rohr
Kontaktadressen: Johann Rohr 1. Vorstand Sundhalde 8 79843 Löffingen Tel. 07654/1729
Kuttruff Manfred Schriftführer Dorfstraße 4 79843 Löffingen Tel. 07654/7564 E-Mail eric.kuttruff@t-online.de
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Pressebericht SÜDKURIER
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Als jeder Musiker eine Sester Gerste stiften musste ...oder warum der Musikverein Bachheim 1934 seinen Bierumsatz drastisch senken sollte Seit 120 Jahren gibt es in Bachheim einen Musikverein. Am 26. Oktober 1886 gründeten elf musikbegeisterte Männer eine "Musikgesellschaft" und legten damit den Grundstein zu dem nun anstehenden Jubiläum, das vom 29. April bis 1. Mai gefeiert wird.
Bereits am 4. November 1886 gingen diese elf Idealisten zur ersten Musikprobe nach Löffingen zum dortigen Dirigenten Mathias Sibold. Nach kurzer Lehrzeit übernahm dann Ambros Kuttruff aus Bachheim das Dirigentenamt. Erst drei Jahre später folgte der erste öffentliche Auftritt, allerdings aus einem traurigen Anlass: Man trug den jung verstorbenen Kameraden Josef Kuttruff zu Grabe.
Die politische Gemeinde nahm im Jahre 1898 beim "Kaiserfest" am 27. Januar sowie am Geburtstag des Großherzogs am 9. September die Musikkapelle erstmals in Anspruch. Seit dieser Zeit spielt sie nun bei kirchlichen und weltlichen Festen.
Es waren damals magere Zeiten und der Verein forderte von seinen Mitgliedern große Opfer an Zeit und Geld. Jedes Mitglied hatte monatlich zur Beschaffung der Noten 20 Pfennig zu bezahlen, das war zu jener Zeit mehr als ein Stundenlohn. Außerdem hatte jeder Musikant sein Instrument selbst zu beschaffen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Kapelle selten mehr als zwölf Mitglieder zählte. Dankbar war man für jeden Anlass, durch den die Kasse aufgebessert werden konnte. Die Einnahmen wurden für "Noten und Bier" ausgegeben. Zum Anschaffen von Noten für das Auftreten bei der Bahneröffnung spendete die Gemeinde der Kapelle 15 Mark und beim Eröffnungsfest am 29. August 1901 machte die Dorfverwaltung den Musikanten für ihr Spiel vor seiner Königlichen Hoheit, dem Großherzog Friedrich I. v. Baden, weitere 30 Mark locker.
Nach dem Ersten Weltkrieg findet man nur spärliche Aufzeichnungen in der Vereinschronik. Erst Anfang der 30er Jahre nehmen die Eintragungen wieder zu. "Im Jahre 1931 wurde die Burgmühle in der Gauchachschlucht als Naturfreundehaus eröffnet. Die Kapelle gab dort ein großes Konzert. Es wurden ihr 100 Mark als Honorar ausbezahlt. Gleich darauf gab die Kapelle ein Konzert in Reiselfingen, welches "mit einem glatten Fiasko endete." Man war also in jeder Hinsicht ehrlich gegen sich selbst. Die ständige Geldknappheit führte 1933 zum folgenden Beschluss: "Jedes Musikmitglied muss einen Sester Gerste stiften. Der Erlös fließt in die Musikkasse." Als ein Jahr später sogar der Gemeindezuschuss gekürzt wurde, steht zu lesen: "Der Bierumsatz muss erheblich verringert und das Gerstenquantum erhöht werden." Außerdem wurde eine weitere Sparmaßnahme angeordnet: "Es wurde das Musikantenweiberfest eingeführt. Es wird abgehalten am Silvesterabend jeden Jahres. An diesem Fest muss jeder Musikant eine Dame mitbringen, damit er sich nicht zu voll sauft und heimtransportiert werden kann."
Solche Eintragungen sind natürlich in den heutigen Jahresberichten nicht mehr zu finden. Die Zeiten der chronischen Geldknappheit sind überwunden. Wenn auch der Verein zur Finanzierung des Vereinshaushaltes (Beschaffung von Musikinstrumenten und -uniformen sowie für die intensive Jugendarbeit) verschiedenste Aktivitäten unternehmen muss, so sind die Finanzen doch wohl geordnet.
Heute zählt der Musikverein Bachheim 50 aktive Mitglieder und zwölf Zöglinge. Seit dem Jahre 2004 wird die Kapelle von Oswald Hasenfratz aus Unadingen dirigiert. Die Vorstandschaft setzt sich aus Johann Rohr (erster Vorstand), Nicole Hugel (zweite Vorsitzende), Manfred Kuttruff (Schriftführer) Elke de Rosso (erste Kassiererin), Andreas Hugel (zweiter Kassierer), den Beisitzern Pia Pollinger, Bruno Meßmer und Martin Kaltenbrunn sowie den Jugendvertretern Eva Rohr und Simon Reichhart zusammen.
Ehrenvorsitzender Berthold Meister sowie die Ehrenmitglieder Josef Feser, Egon Kuttruff und Bernhard Scherzinger sind weiterhin besonders eng dem Verein verbunden.
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Generalversammlung 2008
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Bachheim Mit Optimismus in die musikalische Zukunft
Seit zehn Jahren gehören sie dem Bachheimer Musikverein an: Nadine Reichhart, Dominik Reichhart, Britta Bausch, Lisa Rohr, Simon Reichhart, Katrin Grieshaber, Benjamin Bausch, Monja Grieshaber und Philipp Grieshaber (von links).
Bachheim (sch) Mit Bravour gemeistert hat Ralf Thoma sein erstes Jahr als Dirigent der Bachheimer Musikkapelle. "Wir dürfen musikalisch einer guten Zukunft entgegen sehen", betonte denn auch der Vorsitzende Johann Rohr in der Jahreshauptversammlung des Bachheimer Musikvereins. Man sei froh, dass dieser Posten wieder aus den eigenen Reihen besetzt werden konnte. Auch Ralf Thoma beteuerte seine Freude an dieser neuen Aufgabe. Erstmals wurden im vergangenen Jahr zwei Konzerte bestritten. Die Leistungen der Musikerinnen und Musiker bei diesen Auftritten bezeichnete der Dirigent als gut. Trotzdem müsse noch einiges verbessert werden. Mit einem Probenbesuch von 74,8 Prozent zeigte er sich nicht zufrieden. Im Hinblick auf das anstehende Doppelkonzert mit der Musikkapelle aus Fürstenberg am 12. April appellierte er eindringlich, den Probenbesuch ernst zu nehmen. Um die Tonqualität zu verbessern, müsse auch zuhause geübt werden. Als nachahmenswertes Beispiel nannte er Lucia Meister, die erfolgreich die Prüfung zum goldenen Leistungsabzeichen abgelegt hat.
Über die Konzerte hinaus - Doppelkonzert mit dem Musikverein Aasen in Bachheim und Wunschkonzert mit dem Musikverein Mundelfingen - waren die Vereinsmitglieder mit insgesamt 34 Auftritten und Veranstaltungen, 49 Gesamtproben und etlichen Arbeitseinsätzen sehr stark gefordert, berichtete Schriftführer Manfred Kuttruff. Alle weltlichen und kirchlichen Feiern und Feste in der Gemeinde wurden in gewohnter Weise musikalisch begleitet. Besonders erinnerte er an die musikalische Umrahmung der Primizfeierlichkeiten von Christof Scherer.
43 aktive Mitglieder und vier Ehrenmitglieder gehören derzeit dem Verein an. In Ausbildung zum Junior-Abzeichen befinden sich 18 Zöglinge. Als Ausbilder sind Eva-Maria Agostini, Klaus Baader, Daniel Fehrenbach und Daniel Heer tätig. Außerdem sind weitere elf Kinder im Alter zwischen vier und neun Jahren in der musikalischen Früherziehung oder in der Flötengruppe bei Eva-Maria Agostini.
Diese vorbildliche Jugendarbeit erfordert natürlich auch einen finanziellen Aufwand. Obwohl die Eltern einen Teil dieser musikalischen Ausbildung selbst finanzieren, wurde die Kasse des Musikvereins noch mit etwa 3000 Euro belastet, berichtete Kassiererin Elke Dengler-de Rosso. "Diese Gelder sind sinnvoll angelegt, denn eine gute Jugendarbeit ist die Zukunft des Vereins", betonte Johann Rohr. Der Verein habe ein gutes Polster, damit diese Investitionen in die Jugend gemacht werden können.
Ortsvorsteher Berthold Meister nahm die Entlastung der Vorstandschaft vor und leitete auch die anstehenden Wahlen. Elke Dengler-de Rosso (Kassiererin), Andreas Hugel (zweiter Kassierer) und Manfred Kuttruff, der bereits seit 32 Jahren als Schriftführer fungiert, wurden in ihren Ämtern bestätigt. Vorstand Johann Rohr wies noch einmal darauf hin, dass er spätestens nach dem 125-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2011 sein Amt aufgeben werde. Bei der Hauptversammlung im kommenden Jahr werden turnusgemäß Wahlen anstehen. Er könne sich auch vorstellen, dass dann bereits ein Wechsel stattfinden könnte. Herzliche Dankesworte fand Rohr für alle, die den Verein unterstützen und die verschiedenen Aktivitäten des Vereins besuchen.
Die Ehrungen für zehnjährige Vereinszugehörigkeit waren dieses Jahr Familiensache: Britta und Benjamin Bausch, Monja, Katrin und Philipp Grieshaber, Nadine, Dominik und Simon Reichhart sowie Michael Meßmer und Lisa Rohr konnten im Rahmen der Hauptversammlung ausgezeichnet werden.
Besondere Termine: 12. April Doppelkonzert mit dem MV Fürstenberg in der Drei-Schluchten-Halle, 25. Mai Jubiläum des MV Schollach, 22. Juni Jubiläum MV Ewattingen, 20.Juli Jubiläum MV Oberbränd, 2.-4. August Städtlefest Löffingen, 16.-18. August Geraniefest Unadingen. 7./9. November Konzert in Blumegg.
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