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Die Königsetappe des Schluchtensteigs

Bachheim


VON GEROLD BäCHLE
Sonntag, 8. Juni, 11.20 Uhr - ein denkwürdiger Zeitpunkt für den Tourismus im Hochschwarzwald. Gemeinsam schnitten Löffingens Bürgermeister Norbert Brugger und Bachheims Ortsvorsteher Berthold Meister das Band an der Bushaltestelle des Wanderbusses durch und eröffneten somit die Königsetappe des Schluchtensteigs, der neueste zertifizierte Wanderweg auf 118 Kilometer Länge von Stühlingen bis nach Wehr.

Bachheim - Der Schluchtensteig ist ein imposanter Wanderweg quer durch den Naturpark Südschwarzwald, der über Kreisgrenzen hinweg die Wander- und Naturfreunde verbindet.

In Bachheim an der Dreischluchtenhalle wurde nun die Königsetappe als letzten Abschnitt dieses Wanderwegs eröffnet. Er führt über die Gauchach- und Engeschlucht von der Wutachmühle zur Schattenmühle in der Wutachschlucht. "Wildromantische Schluchten mit einer einmaligen Flora und Fauna kennzeichnen diesen Weg", so Bürgermeister Brugger, der den Sternmarsch von Bachheim aus in Angriff nahm, während seine Kollegen Clemens Hensler von Rötenbach und Reinhard Feser von Lenzkirch aus sich auf Schusters Rappen aufmachten, um gemeinsam in der Schattenmühle diesen denkwürdigen Tag zu feiern.

Bereits am Bahnhof in Löffingen versammelten sich rund 200 Wanderfreunde, Bürgermeister Brugger, Mitglieder des Gemeinderats, eine Abordnung des Schwarzwaldvereins, Kristin Schulz, Michelle Pfitzinger und Karlheinz Rontke von der Tourist-Info und Verkehrsverein, Ortsvorsteher Georg Rieple aus Dittishausen, Pfarrer Günter Ziegler aus Unadingen und viele Wanderfreunde. Empfangen wurden sie vom Chef des Kundencenters der SBG Michael Eckert und alle erlebten eine unvergessliche Fahrt, denn Dieter Vierlinger machte mit seiner Gitarre ordentlich Stimmung und lud zum Mitsingen ein. In dieser guten Stimmung kam man in Bachheim an, um dort von der Trachtengruppe unter der Regie von Rudolf Nägele und Thomas Haag mit vielen Tänzen und Brauchtumsdarbietungen empfangen zu werden. Begeisterung pur herrschte bei den vielen Gästen und die kamen von weit her

Heidi Münster aus Offenburg kam mit ihrer Freundin Ursula Bollinger aus Kehl, beide erklärten übereinstimmend "hier ist es ja fantastisch, die Menschen sind einfach toll". Dieses Kompliment bekamen die Löffinger auch von einer Familie aus dem hohen Norden. Christa und Ortwin Tüngler aus Bremen waren in Freiburg und hörten von der Eröffnung des Schluchtensteigs. Von ihrem Vater, der in Freiburg studierte und in Rostock wohnt, hatten sie von der einmaligen Wutachschlucht gehört. Also stand für sie schnell fest, bei der Eröffnung in Bachheim müssen wir mit dabei sein. Gespannt verfolgten sie die Einführung von Narrenvater Hermann Nägele, der das Wutachrelief in der Dreischluchtenhalle genauestens erklärte. Voll mit diesen Eindrücken wartete man auf das Durchschneiden des Bandes. In ganz Deutschland hatte man vom Dreischluchtensteig gehört, so auch bei der CMT in Stuttgart. Nun durften Norbert Brugger und Berthold Meister das Band zerschneiden. Dank galt vor allem dem Landratsamt Waldshut, welches nicht nur der Ideenträger, sondern auch der Hauptorganisator und Finanzier ist. "13 Anrainer Orte gehören mit dazu", so auch Löffingen, freute sich Brugger.

Aufgenommen in den Pulk der örtlichen Wanderfreunde ging es für die Touristen hinab zur wildromantischen Wutachschlucht. An der Dietfurthalle wurden die Wanderern von der Jagdhornbläsergruppe Löffingen musikalisch in Empfang genommen. Eine Überraschung durch die Tourist-Info, die gerne angenommen wurde, ebenso wie der anschließende Schnaps und die Brezel, bevor es zur Schattenmühle weiterging.


Eröffnung des Schluchtensteiges: hier mit der Trachtengruppe Löffingen



Bürgermeister Brugger begrüßt die Gästeschar 





Ortsvorsteher Meister verabschiedet die Gäste: zur Wanderung in die Wutachschlucht